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Warum sich eine Investition in Glasfaser für Gewerbeimmobilien lohnt

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause, der Schulunterricht erfolgt online und Videoanrufe ersetzen persönliche Treffen mit Freunden und Bekannten. In der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, welch bedeutende Rolle eine gute Internetverbindung für das alltägliche Leben spielt.

 

Doch nicht nur im privaten Umfeld, auch für die Wirtschaft zählen schnelle und leistungsfähige Onlineverbindungen zu zentralen Wettbewerbsfaktoren. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Münchner Ifo Instituts und des Mannheimer Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung. Demnach werten mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur als „sehr geeignete“ Maßnahme, um für künftige Krisen vorbereitet zu sein. Denn Unternehmen transferieren immer mehr Daten über die digitale Autobahn – Tendenz steigend.

 

Verantwortlich dafür ist unter anderem das „Internet der Dinge“. Darunter versteht man die drahtlose Vernetzung unterschiedlicher Geräte und Gegenstände über das Internet. Ein Beispiel dafür könnte eine Maschine an einem Fließband sein, die über Sensoren den eigenen Verschleiß misst. Sollte eine Reparatur erforderlich sein, informiert sie online einen Beschäftigten. Auf diese Weise lassen sich Maschinen an verschiedenen Standorten überwachen, ohne dass menschliche Präsenz erforderlich ist.

Anforderungen an Gewerbeimmobilien

Das Statistikportal Statista geht davon aus, dass bis 2025 rund 75 Milliarden smarte Geräte im Einsatz sein werden. Das wären fünf Mal so viele wie 2015. Da sich das „Internet der Dinge“ auch in der Wirtschaft immer weiter verbreitet, werden von Unternehmen produzierte Datenmengen stark zunehmen. Das in vielen Teilen Deutschlands bestehende Netz aus Kupferleitungen kommt deshalb schon jetzt an seine Kapazitätsgrenzen. Besser dafür geeignet ist ein Glasfasernetz. Denn dieses verfügt über eine viel höhere Datenübertragungsrate und somit die Möglichkeit, eine schnelle Verbindung zum jeweiligen Internetanbieter aufzubauen. Angesichts der hohen Kapazitäten ist diese Infrastruktur zudem für einen weiter steigenden Datenverbrauch bestens geeignet.

 

Schon jetzt wird ein Glasfaseranschluss für viele Unternehmen immer wichtiger. In einer Umfrage des Internetanbieters 1&1 Versatel gaben 23 Prozent der befragten Unternehmen an, bereits über einen Glasfaseranschluss zu verfügen. Weitere 43 Prozent gehen davon aus, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre einen solchen Anschluss benötigen. Zudem gab jedes zweite Unternehmen an, wegen der Corona-Pandemie die Digitalisierung im eigenen Unternehmen vorangetrieben zu haben. Da der Bedarf nach hohen Übertragungsraten steigt, nimmt der Druck auf Immobilienunternehmen zu, die eigenen Bestandsimmobilien dementsprechend anzupassen. Denn eine Immobilie, die über keinen Glasfaseranschluss und eine moderne Technikinfrastruktur verfügt, könnte für Mieter schnell uninteressant werden.

 

Auch hinsichtlich des für die Wirtschaft wichtigen Mobilfunkstandards 5G ist Glasfaser in Gewerbeimmobilien von großer Bedeutung. Denn da das Funksignal in Gebäuden beeinträchtigt werden kann, muss das 5G Signal über Indoor-Antennen und ein Glasfaserkabel an die Mobilfunkanbieter übertragen werden. So lässt sich die Netzabdeckung innerhalb eines Gebäudes sicherstellen.

Noch kein flächendeckendes Glasfasernetz in Deutschland

Doch in Deutschland ist High-Speed-Internet nicht überall gleichermaßen verfügbar. Nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums waren 2019 rund ein Drittel aller Gewerbegebiete mit schnellem Internet unterversorgt. Besonders betroffen sind dabei ländlich geprägte Regionen wie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Dort lag der Anteil bei 57 Prozent. Aber auch in anderen Bundesländern ist die Versorgung vor allem im ländlichen Raum noch lückenhaft. Anders sieht es in den Städten aus. Am besten war die Versorgungslage in Berlin (Unterversorgung von 6,8 Prozent) sowie in Hamburg und Bremen, wo jeweils in 14 Prozent der Gewerbegebiete High-Speed-Internet noch nicht vorhanden ist.

Glasfaser als Standortfaktor?

Weil der Bedarf nach einer schnellen Internetverbindung bei vielen Unternehmen hoch ist, entwickelt sich Glasfaser immer stärker zum Standortfaktor. Der Glasfaserausbau muss also in Deutschland weiter an Fahrt gewinnen. Doch auch Immobilienunternehmen müssen ihre Bestandsobjekte weiterentwickeln. Denn an Glasfaser wird man in Zukunft nicht vorbei kommen, da eine leistungsfähige Verbindung den Ansprüchen vieler Unternehmen an Schnelligkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit entspricht. Wer seine bestehenden Gewerbeimmobilien nicht mit einem modernen Glasfasernetz aufrüstet, hat deshalb einen Wettbewerbsnachteil bei der Suche nach potenziellen Mietern, da die Gebäude dadurch an Attraktivität verlieren.

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